Dienstag, 26. April 2011

Zettelhalter für die Küche und für's Büro

An Ostern steht man ja doch immer einige Zeit in der Küche, sei es für die Vorbereitungen zum gemeinsamen Grillen, Kochen für die Familie, Biskuithäschen backen oder Eier färben. Ich drucke mir oft Rezepte aus dem Internet aus und weiss nie, wo ich dann das Rezept hinlegen soll. Oft tropft dann auch noch Wasser oder Ei auf das Rezept und das Blatt sieht anschließend ziemlich gruselig und unleserlich aus. Alternativ siedeln sich auch gerne Teigbatzen an, die dann vertrocknen und besonders hübsch aussehen.
Am Ostersonntag habe ich daher noch schnell ein paar Rezepteklammern gemacht, die ich an Regale und Schränke geklettet habe. Man kann natürlich auch doppelseitiges Klebeband nehmen, aber selbstklebendes Klettband habe ich derzeit noch en masse da - warum auch immer. Angemalt habe ich sie mit Wasserfarben, sicher noch praktischer sind diverse Acrylfarben, aber das haben wir zur Zeit nicht im Haus.









Dienstag, 19. April 2011

Für's Osterkörbchen

Mal etwas Anderes als Eier, Hühner und Hasen aus Schokolade sind diese Hasenschwänzchen von Eighteen25. Die passenden Schildchen gibt es gleich mit zum Ausdrucken. Gefällt mir gut und werde ich die Tage auch noch vorbereiten für diverse Neffen und andere Kinder.

Montag, 18. April 2011

7 Sachen am 17. April 2011

Jeden Sonntag ruft Frau Liebe dazu auf, 7 Sachen zu zeigen, für die man seine Hände gebraucht hat.

1. Ein Papaya-Monster aufgeschnitten. Was für eine Naturgewalt.



 2. Eine Mangold-Quiche gemacht. Irgendwie habe ich vergessen, die fertige Quiche abzulichten :)

3. Babybrei in rauhen Mengen zubereitet. Hier Karotte-Brokkoli.

4. Die neue Eismaschine ausprobiert und Vanilleeis sowie Zitronen-Rosmarin-Sorbet zubereitet. Irgendwie stand ich diesen Sonntag ziemlich viel in der Küche.

5. Denn es geht gerade weiter: Ich habe zum Abendessen das was wir als "Éblyschaise" bezeichnen gekocht. Einfach Ébly mit Schinken, Tomaten. Aubergine, Zwiebeln. Knoblauch und Ziegenfrischkäse (oder auch nur Crème fraîche). Gibt es hier oft. Geht schnell und ist halbwegs gesund mit all den frischen Zutaten.

6. Mit dem Babymann gespielt. Ich liebe diese kleinen Kuhlen an Babyhänden.

7. Das Bad geputzt. Gerade als ich anfangen wollte, kamen drei kleine Helferlein herein um noch einmal richtig Chaos zu stiften.








Montag, 11. April 2011

7 Sachen am 10. April 2011

Jeden Sonntag ruft Frau Liebe dazu auf, 7 Sachen zu zeigen, für die man seine Hände gebraucht hat.


1. Ich habe mal den Balkon etwas aufgeräumt. Die alten verratzen Balkonkästen kamen weg, heute kaufe ich neue. So gut das eben geht, 7 Balkonkästen auf dem Kinderwagen zu balancieren. Am Balkon ist noch einiges zu machen, das gibt noch Bildervorrat für die nächsten Sonntage.

2. Apfelschnitze für den Wanderproviant geschnitten.

3. Wie jedes Wochenende waren wir auch dieses geocachen. Hier stehe ich am Bach und bin ziemlich geblendet. Aber die Dose habe ich gefunden.

4. Babys Essen aufgetaut.

5. Ich habe zum ersten Mal in meinem Lebens selbstständig und ohne Hilfe eine Kokosnuss geschlachtet. Das war natürlich eine Sauerei, aber ich bin schon ein bisschen stolz.

6. Ich habe auch Bücher aussortiert. Unter anderem diese unglaublich schlechten, pädagogisch extremst unwertvollen Was-ist-was Bücher aus den 80er Jahren. Was haben sich unsere Eltern damals bloß gedacht?

7. Zu guter Letzt habe ich einen Stuhl festgehalten. Weil Hille, unsere jüngste Katze, sich ununterbrochen damit beschäftigt hat, Ihren Schwanz durch die Lehne zu jagen. Kipplige Angelegenheit!





Montag, 4. April 2011

Fahrplan für die Einführung von Beikost - Teil 1

Wenn man sich in Büchern und im Netz umschaut, so wird man viele verschiedene Arten und Weisen entdecken, wie und wann man sein Kind an die Beikost gewöhnt. Ich will hier meinen Fahrplan präsentieren und ein paar Erklärungen zum Warum und Wieso mitliefern. 

Derzeit wird empfohlen, ab dem vollendeten 4. Monat - also wenn das Kind 5 Monate alt ist - mit der Beikost anzufangen. Vor ein paar Jahren lag die Empfehlung noch bei 6 Monaten. Das Vorverlegen ist mit einem gewissen "Zeitfenster" zu begründen. In diesem Zeitraum soll der Säugling relativ unbeeindruckt von diversen potentiellen Allergenen sein. Gibt man allerdings Kunstnahrung, so gibt es keinen Grund, doch bis zum vollendeten 6. Monat mit der Beikost zu warten, da diese Nahrung keinen Beitrag zur Allergieprävention leistet, Muttermilch jedoch ziemlich sicher schon.

Ganz gut informieren kann man sich via das Forschungsinstitut für Kinderernährung. Dort wird auch das Schema "Gemüse - Gemüse + Kartoffel - Gemüse + Kartoffel + Fleisch" empfohlen. 

Wie wir das letzten Endes gemacht haben bzw. machen werden, will ich hier kurz schematisch darstellen (alle Gerichte ohne Salz und Gewürze herstellen, und das Gemüse möglichst in "Bio-Qualität" wählen!):

5. Lebensmonat, 1. Tag (war ein Montag): Woche 1 und 2

Grundrezept Karotte:
2 mittelgroße Karotten in Scheiben geschnitten in wenig Wasser weich kochen, pürieren, 2 TL Rapsöl dazu. Soviel Kochwasser dazu bis die Konsistenz gerade glatt und homogen ist.

Wir haben auf diese Weise 2 Wochen lang jeden Mittag Karottenbrei gegeben.

5. Lebensmonat, 15. Tag, Woche 3

Grundrezept Zucchini:
2 mittelgroße Zucchini in Scheiben geschnitten in wenig Wasser weich kochen, pürieren, 2 TL Rapsöl dazu. Kochwasser braucht man nicht dazu geben, ist so schon weich und flüssig genug.

5. Lebensmonat, 22. Tag, Woche 4

Grundrezept Kohlrabi:
1 Stück Kohlrabi in Scheiben geschnitten in wenig Wasser weich kochen, pürieren, 2 TL Rapsöl dazu, evtl. Kochwasser zum Verdünnen dazu. Den Kohlrabi muss man gut schälen und die holzigen Teile entfernen, sonst gibt es so ca. 1 cm lange ziemlich harte und unangenehme Fasern drin. Kohlrabi hat bei uns nicht zu Blähungen geführt. Blähungen gibt es eher, wenn die stillende Mutter Kohlrabi isst und dann das Kind füttert. Aber auch nicht immer. Ausprobieren!

5. Lebensmonat, 29. Tag, Woche 5

Grundrezept Pastinake:
Eine Pastinake in Scheiben geschnitten in wenig Wasser weich kochen, pürieren, 2 TL Rapsöl dazu, Kochwasser zum Verdünnen dazu. Die Textur von Pastinakenbrei ist der von Karottenbrei sehr ähnlich. Pastinakenbrei mögen viele Kinder nicht. Selbstgekochter Brei kommt aber prinzipiell besser an als aus dem Gläschen, zumindest gilt das für Pastinaken. 

6. Lebensmonat, 36. Tag, Woche 6

Grundrezept Brokkoli:
Einen halben Brokkolikopf in Röschen zerteilt und den Strunk in Scheiben geschnitten in wenig Wasser weich kochen, pürieren, 2 TL Rapsöl dazu, Kochwasser zum Verdünnen dazu. 

6. Lebensmonat, 43. Tag, Woche 7

Grundrezept Kartoffel:
1 Kartoffel kleinschneiden und in wenig Wasser ca. 1 Minuten kochen. Pürieren, 1 TL Rapsöl dazu, evtl. mit Wasser verdünnen. 
Gleichzeitig eine halbe Portion eines beliebigen Gemüsebreis zubereiten oder aufwärmen. Die Kartoffel füttern und den Gemüsebrei separat geben. So weiss das Kind, wie die Kartoffel schmeckt und erkennt in Zukunft die Kartoffel in der Mischung.

6. Lebensmonat, 50. Tag, Wochen 8-10

Grundrezept Gemüse-Kartoffel-Brei:
1 Kartoffel und eine halbe Portion Gemüse (also 1 Karotte, ein Viertel Brokkolikopf...) in wenig Wasser weich kochen, pürieren, 2 TL Rapsöl dazu, Kochwasser zum Verdünnen dazu.

Wurde eine Gemüsesorte erstmal eingeführt und zeigt das Kind keine negativen Körperreaktionen, so kann das Gemüse auch "zwischendurch" verfüttert werden. Habe ich also keinen Brokkoli mehr zuhause in Woche 6, dann kann ich am Donnerstag auch Karotte oder Zucchini füttern, wenn das noch vorrätig ist.

So haben wir es gemacht, auf diese Art und Weise lernen die Kinder recht gut die verschiedenen Geschmacksrichtungen kennen. Man muss natürlich nicht die Gemüsesorten nehmen, die ich hier nenne, andere wie Fenchel, Blumenkohl etc. sind auch beliebt. Anthroposophisch angehauchte Muttis verzichten erstmal gerne auf Kartoffeln und geben stattdessen Reisflocken zur Sättigung dazu. Bei anderen Familien wird die Kartoffel auch schon sehr viel früher eingeführt. Ich dachte mir, dass die Kartoffel ja auch einen Eigengeschmack aufweist und diesen sollen die Kinder auch kennenlernen. Zu Fleisch und Fisch werde ich mich später äußern, wenn wir genügend Erfahrung gesammelt haben.

Statt das Gemüse zu kochen kann man es auch dünsten. Es gibt ja viele schöne Geräte wie den Babycook und Konsorten, wir haben einen Einsatz von Ikea für 3 Euro gekauft. Dazu füllen wir einen normalen Topf ca. 1,5 cm hoch mit Wasser, stellen den Einsatz ein, füllen das Dünstgut - tolles Wort - ein und stellen dann einen Deckel auf den Topf, fertig. Ist letzten Endes schonender für das Lebensmittel, es bleiben mehr Nährstoffe zurück.

Natürlich kann man gleich die 10-fache Menge machen und dann einfrieren. Am Abend vor dem Verfütterungstag dann in den Kühlschrank zum milden Auftauen stellen. Vor dem Füttern im Wasserbad erwärmen. Praktisch sind auch die Eiswürfelbereiter (mit Deckel!), in die man den Brei füllen kann. Nach dem Erstarren herausklopfen und in Ziploc-Tütchen geben. Wird dann toll portionierbar.

To be continued... mit Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, Getreide-Obst-Brei, Getreide-Milch-Brei, erste Gerichte zu dritt am Familientisch.


Sonntag, 27. März 2011

7 Sachen am 27. März

Jeden Sonntag ruft Frau Liebe dazu auf, 7 Sachen zu zeigen, für die man seine Hände gebraucht hat.

1. Gleich heute Morgen haben wir das getan, was hoffentlich die meisten Leute in Baden-Württemberg gemacht haben, nämlich wählen. Ich kam mir schon ganz schön agentenmäßig vor, so mit der Kamera in der Wahlkabine...


2. Danach habe ich das längt überfällige Apfelmus gekocht.


3. Wir haben neulich bei Ikea so einen lustigen Stoff gekauft, den gibt es dort im Dreierpack als Babydecke. Viel zu dünn dafür, aber so als Tuch ganz nett, vielleicht lässt sich auch etwas Schönes daraus nähen. Heute habe ich ihn gewaschen und gebügelt.


4. Dem Babymann haben wir einen Pappkarton spendiert. Kam gut an.


5. Wir waren geocachen und haben dabei viele mysteriöse Botschaften entdeckt.


6. Ausserdem habe ich heute einen netten Lost Place photographieren können. Ich schreibe ja photographieren mit "ph", denn man schreibt ja auch nicht "Filosof".


7. Einen cervelesken Blumenkohl habe ich auch noch zerlegt und daraus köstliche Blumenkohlsuppe gemacht.



Weil Sonntag ist, gibt es das Rezept für das Apfelkompott dazu:

2 kg Äpfel
1 EL Zucker
1 EL Ahornsirup
1/2 Vanilleschote
200 mL Wasser oder Apfelsaft

Die Äpfel vierteln, schälen, entkernen, in Würfel mit ca. 2 cm Kantenlänge schneiden. Dann den Zucker in einen Topf geben und karamellisieren lassen. Dann die Äpfel peu à peu dazu geben, immer schön umrühren, Ahornsirup dazu, das Vanillemark aus der halben Schote dazu. Den Saft oder das Wasser zugießen. Köcheln (nicht kochen) lassen, bis die gewünschte Textur erreicht ist. Das ist so zwischen 5 und 10 Minuten.
3 saubere Gläser (à ca. 300-500 mL) mit Schraubverschluss auf einen feuchten Lappen stellen, das heisse Apfelmus einfüllen, Deckel zudrehen und umdrehen. Alternativ gleich verspeisen und den Rest in den Kühlschrank stellen.
Man braucht nicht für jedes Kompott Zucker, aber die Bio-Äpfel, die wir hier bekommen, sind halt von Natur aus sehr sauer.

Samstag, 26. März 2011

Earth Hour

Auch dieses Jahr gab es die sogenannte "Earth Hour". Mehr Infos dazu hier.
Kurz gesagt, auch hier gingen die Lichter von 20:30 Uhr bis 21:30 Uhr aus. Es geht weniger darum, dass man mal so ein bisschen Strom einspart, sondern eher darum, zu zeigen was alles möglich ist in Sachen Klimaschutz. Wir haben da mal mitgemacht, es war recht nett mit Kerzenlicht. Natürlich wird da auch CO2 frei, aber jetzt wird hier mal nicht diskutiert! Eine Monsterkerze vom Ikea ist hoffentlich umweltverträglicher als die 3 Lampen, die hier sonst gebrannt hätten. Auch wenn wir als alte Ökos natürlich Energiesparlampen verwenden. Aber in  Energiesparlampen ist Quecksilber drin, nur mal so zur Erinnerung. Bevor ich mich jetzt hier in irgendwelche Sachen verstricke, zünde ich wieder mein Kerzlein an und lese mein Buch weiter. Wir waren gestern zu zweit - der Sohn in der Manduca und ich - nämlich in der Bibliothek. Großartigerweise haben wir eine Zweigstelle der Stadtbibliothek genau gegenüber von uns. Das ist nicht einmal eine Minute Gehzeit und trotzdem habe ich es erst jetzt geschafft, mir einen Ausweis von dort zu holen. Wir haben hier nämlich ziemlich viele Bücher, so dass ich bisher eigentlich nie etwas ausleihen musste. Aber so als Mutter muss man ja irgendwie in Bibliotheken, man sollte ja schon etwas Interesse an kontemporärer Kleinkindliteratur zeigen, sonst wird man von den Müttern schief angeguckt, die einen verwundert fragen, warum man nicht zu PEKIP geht, ob man denn sein Kind nicht fördern wolle. Während ich an der Information brav wartete, bis die Bibliotheksdame Zeit für mich hat, drängelte sich übrigens eine Mutter mit - hochbegabtem? - Sohn vor, keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit, wir haben es eilig. Als ich dann dran kam, war erstaunlicherweise noch genug Zeit da, dem Sohn die neuesten Osterhasengeschichten zu zeigen - sollen wir die nicht auch noch ausleihen? Schau doch mal rein! Aus lauter Trotz und Wut über die Welt habe ich mir dann ein Buch ausgeliehen, von dem ich von meinen Upperclass-Freunden immer nur Schlechtes gehört habe. Ja, Twilight, aber auf Englisch, auf Deutsch wäre dann doch zu heftig gewesen. Im Übrigen kann ich es bisher nur bestätigen, dass der Schreibstil katastrophal ist. Und genau deswegen werde ich jetzt auch nicht mehr das Buch in die Hand nehmen, sondern Apfelkompott kochen. So.